Ein denkwürdiges erstes Quartal liegt hinter uns. Und selten hat sich ein Jahres-auftakt so komprimiert angefühlt wie dieser. Die ersten beiden Monate brachten Her-ausforderungen – aber es sah noch nach einem normalen Börsenjahr aus. Viele Un-ternehmen überzeugten so mit starken Geschäftszahlen 2025.
Egal wie weit der Weg zum Ziel auch sein mag, er beginnt mit dem ersten Schritt. Die Notenbanken haben mit ihrer bremsenden Geldpolitik dazu beigetragen, dass die Inflationsraten von dem teils zweistelligem Niveau im Herbst 2022 begannen zu sinken.
Es könnte alles so schön sein, wenn da nur nicht die Politik wäre. Die Europa-Wahlen haben unterstrichen, was sich schon seit einiger Zeit abgezeichnet hatte: Viele Wähler verabschie-den sich von der politischen Mitte. Die Parlamentswahlen in Frankreich zeigen für unser Nachbarland einen klaren Rechtsruck. In den USA senden beide Präsidentschaftskandidaten klare Signale, dass sie die Staatsausgaben eher erhöhen als senken wollen. Diese politischen Themen nähren die Sorgen davor, dass die Kapitalmärkte die Staaten für ihre steigenden Staatsschulden mit deutlich höheren Renditen bestrafen könnten.
In diesem Jahr haben die Unternehmen, die privaten Haushalte, die Banken, ja, die gesamten Volkswirtschaften einen historischen Zinsanstieg zu verkraften.